Katholischer Feiertag: Fronleichnam

In der katholischen Kirche ist „Fronleichnam“ also "Das Fest des Leibes Christi". “Vron" bedeutete früher "Herr" und "Lichnam" "Leib", also Körper. 

Die katholischen Christen glauben, dass Jesus immer dann ganz nah bei ihnen ist, wenn sie die Eucharistie feiern. Die Eucharistie ist ein Teil der großen Feier, zu der sie am Sonntag in ihre Kirchen gehen. In der Kirche bekommen sie dann eine sogenannte Hostie, ein kleines Stück Brot. Die Erwachsenen dürfen auch vom Wein trinken. Wenn sie die Hostie essen und den Wein trinken, dann werden Jesus und seine Liebe dadurch ein Teil von ihnen.

Die Katholiken glauben, dass Jesus selbst in dem Brot und in dem Wein ist. Die Geschichte dazu beginnt an Gründonnerstag. Da hat Jesus mit seinen zwölf besten Freunden, den Aposteln, zusammen gegessen. Es wird das letzte Abendmahl genannt, weil Jesus am Tag danach getötet wurde. Jesus teilte das Brot und gab es seinen Aposteln. Dabei sagte er: "Das ist mein Leib." Auch vom Wein gab er ihnen etwas ab und sagte: "Das ist mein Blut." Er sagte seinen Freunden also, dass er selbst in dem Brot und in dem Wein ist. Damit ist Jesus ihnen nicht nur in ihrer Erinnerung ganz nah, sondern wirklich bei ihnen.

 

In der katholischen Kirche bewahrt man die Hostien wie einen Schatz auf, weil sie sehr bewundert und verehrt werden. Sie kommen in einen schönen Schrank, das Tabernakel. In der Nähe des Schranks brennt außerdem immer eine Kerze. Sie soll zeigen, dass Gott immer da ist.

An Fronleichnam zeigen die Katholiken, dass Jesus bei ihnen ist, indem sie gemeinsam eine Straße entlang gehen. Alle singen und beten dabei. Am Weg stehen schön geschmückte Tische, an denen man anhält, um Gott dafür zu danken, dass er immer für einen da ist. Diesen Umzug nennt man "Prozession". Die Hostie wird sichtbar in einem besonderen Gefäß, der Monstranz getragen. Die Kinder streuen Blumenblätter auf den Weg, über den die Hostie getragen wird. 

 
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